Wohngemeinschaften für Demenzkranke

Leben wie in einer Familie

Immer mehr Angehörige von Demenzkranken stehen vor dem Dilemma: Sollen sie selbst pflegen und immense Belastungen auf sich nehmen - oder bleibt als letzter Ausweg nur das Altenheim? Genau hier setzt das Konzept der Wohngemeinschaft für demenziell erkrankte Menschen an. Sie ist eine ideale Alternative zu herkömmlichen Wohnformen. Die Bewohner leben in familienähnlichen Strukturen und genießen ein hohes Maß an Selbständigkeit durch eine Betreuung, die speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Eine überschaubare häusliche Umgebung vermittelt Sicherheit, Geborgenheit und Lebensqualität. Professionelle Pflegekräfte gewährleisten medizinische Betreuung rund um die Uhr. Mit Angehörigen arbeiten die Betreuer ebenso eng zusammen wie mit Haus- und Fachärzten oder Therapeuten.

Ein vertrautes Umfeld gibt Sicherheit

34 Menschen teilen ihren Alltag in Räumen, die architektonisch an eine Privatwohnung angelehnt sind. Zwei Wohngemeinschaften bieten insgesamt 16 Einzel- und 9 Doppelzimmer, die sich hell, freundlich und warm präsentieren. Mittelpunkt des täglichen Lebens ist der gemeinsame Aufenthaltsbereich mit Küche. In hauswirtschaftliche Arbeiten wie Kochen oder Wäschepflege sind die Bewohner einbezogen. Mahlzeiten und gewohnte Abläufe strukturieren den Tag, vertraute Tätigkeiten vermitteln Sicherheit. Verhaltensweisen wie die Tendenz wegzulaufen rücken so in den Hintergrund. Rund um die Uhr betreuen Mitarbeiter unruhige Bewohner individuell und helfen, Ruhe und Entspannung zu finden.

Persönliche Atmosphäre schafft Geborgenheit

Die Wohngemeinschaften in einer der schönsten Lagen Wiesbadens bieten Einzelzimmer und Doppelzimmer. Ausgestattet werden sie jeweils mit eigenen Möbeln und Erinnerungsstücken, die eng mit der Biographie des Bewohners verbunden sind. So entsteht eine individuelle und persönliche Atmosphäre, die Geborgenheit vermittelt. Zwei auf die Bedürfnisse von Demenzkranken zugeschnittene große Balkone wollen zum Verweilen einladen.

Eine starke Gemeinschaft

Gezielt schulen die Betreuer Wahrnehmung und Sinne durch Einreibungen, Massagen, Klänge, Duftöle, Blumen oder das gemeinsame Betrachten von Bildern. Biographische Arbeit mit den Bewohnern stärkt das Erinnerungsvermögen. Die Methode der Validation fördert Offenheit und erleichtert die Teilnahme am Gemeinschaftsleben. Vertrauensvolle Beziehungen untereinander, auch zwischen Pflegenden und Gepflegten, bilden die Grundlage dafür.

Voraussetzungen für die Aufnahme eines Demenzkranken in eine unserer Wohngemeinschaften:

  • Vorliegen der gesicherten Diagnose einer nicht ursächlichen behandelbaren Demenz, durch einen Facharzt für Neurologie/Psychiatrie oder einen Arzt mit Zusatzbezeichnung Geriatrie (Diagnosesicherung durch den Hausarzt reicht nicht aus),
  • Verhaltensstörungen, die mittels der Cohen-Mansfield-Skala (CMAI) durch den oben genannten Facharzt festgestellt und dokumentiert wurden, in mindestens einem schwarz und drei grau unterlegten Feldern. Diese Einteilung ist dem Facharzt bekannt und es handelt sich hier um die Häufigkeit von Verhaltensauffälligkeiten wie unter anderem: Weglaufen, Schreien , Selbst- und Fremdgefährdung, Beißen, Ausführen von Manierismen.
  • In der Regel festgestellte Mindestpflegebedürftigkeit nach Pflegestufe II (Sozialgesetzbuch XI) durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen), in begründeten Ausnahmefällen auch Pflegestufe I.
  • Zukünftiger Bewohner muss mobil sein (Bettlägerigkeit schließt diese spezielle Betreuungsform aus).

Gerne erläutern wir Ihnen dies auch in einem persönlichen Gespräch oder helfen Ihnen weiter.

Ansprechpartner:

Frau Wartenberg/Frau Oliveira, Telefon 06 11 / 588 170 oder senden Sie uns eine E-Mail

Eine Kostenübersicht finden Sie hier.